Geotag

Geotagging bezeichnet den Vorgang, Datensätze mit Informationen zu einem geographischen Ort (Geokoordinaten) zu versehen. Diese Datensätze können Fotos, Videos, Websites oder viele andere Arten von Medien sein. Diese Informationen – genauer: Meta-Informationen – können genutzt werden, um damit eine Vielfalt von Anwendungen zu erzeugen. So ist es etwa möglich, Nachrichten nur aus einer bestimmten Region anzuzeigen, Fotos zu präsentieren, die an bestimmten Orten aufgenommen worden sind oder die dem aktuellen Standpunkt nächstgelegenen Bars zu finden.

Um solche Geodaten einem Datensatz hinzufügen zu können, müssen diese Daten erst ermittelt werden. Dies kann während der Erstellung des Datensatzes (z.B. durch eine Fotokamera mit GPS-Empfänger) geschehen oder in einem nachgelagerten Prozess. Geodaten können aber nur dann später hinzugefügt werden, wenn der Datensatz eine Adressinformation, etwa als Straßenadresse, enthält. Dieser Geocoding genannte Vorgang wird heute durch eine Reihe von Webdiensten erleichert.

Als Ergebnis eines Geocoding-Vorgangs erhält man Geokoordinaten. Typischerweise werden hier Längengrad (engl. longitude, abgekürzt „long“) und Breitengrad (engl. latitude, abgekürzt „lat“) angegeben. Damit lässt sich jeder Punkt auf der Erdoberfläche mit zwei Zahlen genau festlegen.

Die Bezeichnung Geotag wird auch für Meta-Tags (also Metadaten innerhalb eines Dokuments) benutzt. Dazu werden die Geokoordinaten in bestimmten Formaten angegeben. Weitere Details dazu finden Sie im Artikel über Geo-Meta-Tags.